Verkehrsinfrastruktur: Norwegen will bis 2036 jedes Jahr rund 9,5 Milliarden Euro investieren

Die norwegische Regierung hat ihren Nationalen Verkehrsplan 2025-2036 vorgestellt: Vorgesehen sind Investitionen in den Ausbau, Umbau und die Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur in Höhe von rund 113 Milliarden Euro (1.308 Milliarden NOK) über zwölf Jahre. Die Verkehrsinfrastruktur soll effizienter, sicherer, umweltfreundlicher, und zusätzlich der aktuellen Sicherheitspolitik gerecht werden.

Das übergeordnete Ziel der norwegischen Verkehrspolitik ist ein effizientes, umweltfreundliches und sicheres Verkehrssystem im ganzen Land. Insgesamt 40 Prozent des geplanten Budgets sollen in den Betrieb, die Instandhaltung und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur einfließen. Dabei wird das Straßennetz priorisiert, um Engpässe zu beseitigen und den Schutz vor Erdrutschen auf Bundes- und Kreisstraßen sowie die Sicherheit in Tunneln und auf Brücken zu erhöhen. Weitere 33 Prozent sind für Instandhaltungen, Erneuerungen und kleinere Investitionen im Schienenverkehr vorgesehen.

Häfen, Luftverkehr, Städte – Auswirkungen auf Natur reduzieren

Weitere Punkte sind die Förderung eines effizienteren, sicheren und umweltfreundlicheren Seeverkehrs sowie die Modernisierung der Häfen an Norwegens Küste. Außerdem soll die Luftfahrt eine anspruchsvolle und umfassende Umstrukturierung erfahren, um die Einführung eines emissionsfreien oder emissionsarmen Luftverkehrs zu beschleunigen. Parallel führt die Regierung eine Reihe von Maßnahmen ein, um die Klimaemissionen im Verkehr generell zu senken und die Auswirkungen auf die Natur und Landnutzung zu reduzieren. Auch das Thema Straßenverkehrssicherheit findet Erwähnung.

Bei der Zielerreichung sollen Digitalisierungsmaßnahmen sowie ein Schwerpunkt auf der Verkehrsforschung und eine bessere Nutzung von Daten unterstützen. Dazu wird die Regierung ein neues Programm Transport 2050 für Forschungszentren einrichten.

Sicherheitspolitik hat Einfluss auf den Nationalen Verkehrsplan

Darüber hinaus sind mehrere Projekte und Maßnahmen zugunsten der Verteidigung und als norwegischer Beitrag zur Unterstützung der NATO geplant. Laut Ivar Nygård, Minister für Verkehr und Kommunikation, werde Norwegen mit den neuen NATO-Mitgliedern Schweden und Finnland als Aufnahme- und Transitgebiet für verbündete Streitkräfte an Bedeutung gewinnen. Dies stelle hohe Anforderungen an eine Reihe von Straßen, Brücken und Eisenbahnlinien. Auch Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram betonte in einer Pressemitteilung, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Verkehrs- und dem Verteidigungssektor in Zukunft wichtig sein werde.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der norwegischen Regierung (auf Norwegisch).