Vårgrønn betritt den deutschen Offshore-Windmarkt

Das norwegische Unternehmen Vårgrønn steigt mit einer strategischen Beteiligung am Offshore-Windpark Baltic 2 in den deutschen Markt ein. Mit einem Anteil von 27,4 Prozent stärkt das Unternehmen seine Position im wachsenden europäischen Offshore-Windsektor und plant, seine Expertise in Deutschland weiter auszubauen.

Das in Norwegen ansässige Offshore-Windunternehmen Vårgrønn hat sich mit einer 27,4-prozentigen Beteiligung am Offshore-Windpark Baltic 2 im November einen ersten Zugang zum deutschen Markt gesichert. Die Anteile gehörten zuvor dem PGGM Infrastructure Fund. Nach Abschluss der Transaktion wird die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), ein Mitgliedsunternehmen der AHK Norwegen, wie bisher mit 50,1 Prozent die Mehrheit am Windpark halten und für Betrieb und Wartung verantwortlich sein. Die verbleibenden 22,5 Prozent bleiben im Besitz der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe, Deutschlands größtem Pensionsfonds.

Baltic 2 liegt 32 Kilometer nördlich der Insel Rügen in der deutschen Ostsee und ist seit 2015 in Betrieb. Mit seinen 80 Siemens-Turbinen, die jeweils eine Leistung von 3,6 MW haben, produziert der Windpark jährlich rund 1.200 GWh Strom – genug, um etwa 340.000 Haushalte zu versorgen. Dies spart jährlich rund 900.000 Tonnen CO₂-Emissionen.

Strategisches Wachstum im deutschen Markt

Mit dieser Investition betritt Vårgrønn einen der größten Offshore-Windmärkte der Welt. Deutschland hat ehrgeizige Ziele: Bis 2030 sollen 30 GW Offshore-Windkapazität erreicht werden. Diese Pläne machen das Land zu einem attraktiven Markt für Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind.

Stephen Bull, CEO von Vårgrønn, sieht in der Akquisition einen wichtigen Schritt:

„Vårgrønn freut sich über den Einstieg in Deutschland. Diese Transaktion bietet uns eine bedeutende Plattform für weiteres Wachstum und wichtige operative Erkenntnisse in einem neuen Markt.“

Schon an anderen Windparks beteiligt

Vårgrønn ist ein norwegisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung sowie den Bau, Betrieb und Besitz von Offshore-Windprojekten konzentriert. Es ist eine gemeinsame Initiative des Energieunternehmens Plenitude (Teil von Eni) und des norwegischen Investors HitecVision. Vårgrønn verfügt bereits über Beteiligungen an mehreren Schlüsselprojekten, darunter Dogger Bank, der weltweit größte Offshore-Windpark, der derzeit gebaut wird, und das schwimmende Großprojekt Green Volt in Schottland.

Mit dem Einstieg in den deutschen Offshore-Windmarkt legt Vårgrønn den Grundstein für weiteres Wachstum in Europa. Die Kombination aus ambitionierten Klimazielen, hoher Energienachfrage und technologischer Expertise macht Deutschland zu einem Schlüsselland für die Zukunft der erneuerbaren Energien.

Mehr Informationen zum WIndpark Baltic 2 gibt es hier.