Website-Icon

Morrow Batteries: Europas erste Gigafactory für LFP-Batterien nimmt Kurs auf 2025

Morrow Batteries ASA, ein norwegisches Unternehmen, das 2020 gegründet wurde, bereitet sich darauf vor, Europas erste Gigafactory für Lithium-Eisen-Phosphat (LFP)-Batterien in Betrieb zu nehmen. Die strategisch günstig in Norwegen gelegene Fabrik soll bereits 2025 die kommerzielle Produktion aufnehmen und Batterien für Energiespeicherung und Nischenmärkte liefern.

Es war eine große Eröffnungsfeier, an der auch Gäste aus der Politik nicht fehlten: Am 16. August 2024 eröffnete Morrow Batteries ASA seine Gigafactory in Südnorwegen, der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre schnitt feierlich das Rote Band entzwei. Das Unternehmen gehört nicht dem Staat, sondern mehreren Aktionären, darunter die deutsche Siemens. Dennoch war die Eröffnung für Norwegen als Standortland von Bedeutung. Denn Morrow Batteries strebt mit seiner neuen Fabrik eine führende Rolle im europäischen Batteriemarkt an.

Drei Millionen Batteriezellen pro Jahr

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, maßgeschneiderte Batterien für Energiespeicherung, Nischenmärkte und langfristig auch für die Automobilindustrie zu entwickeln. Die Gigafactory, die sich im Eyde Energipark nahe Arendal befindet, wird bis zu drei Millionen Batteriezellen pro Jahr produzieren, was einer Kapazität von 1 GWh entspricht. Der kommerzielle Betrieb soll in der ersten Hälfte des Jahres 2025 starten, während der Produktionshochlauf bereits Ende 2024 beginnt.

Ein Vorteil der Lage im Süden Norwegens ist der Zugang zu erneuerbarer Energie, was die Fabrik besonders umweltfreundlich macht. Morrow hat in Produktionsanlagen aus China und Südkorea investiert, und derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 200 Mitarbeiter – weitere 50 bis 70 Neueinstellungen sind für 2024 geplant.

Forschungszentrum als Innovationsdrehscheibe

Eine weitere wichtige Komponente von Morrows Erfolg ist das Forschungszentrum in Grimstad, das sich auf dem Campus der Universität Agder (UiA) befindet. Das Morrow Research Centre (MRC) dient als akademischer Knotenpunkt für Batterietechnologie und spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Batteriezellen in Nordeuropa. Gemeinsam mit der UiA verfolgt Morrow das Ziel, Norwegens sogenannte „Batterieküste“ zu etablieren. Im Morrow Development Centre (MDC) in Arendal wird die Batterietechnologie in großem Maßstab getestet und weiterentwickelt.

Diese enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie verschafft Morrow einen Wettbewerbsvorteil bei der Entwicklung neuer Batterietechnologien und positioniert das Unternehmen als Innovationstreiber in Europa.

Europäische Kunden zeigen Interesse

Obwohl die Produktion noch in der Anfangsphase ist, hat das Unternehmen bereits ein erhebliches Interesse von potenziellen Kunden erfahren. Morrow Batteries strebt an, sich als wichtiger Akteur auf dem europäischen Batteriemarkt zu positionieren. Lars Christian Bacher, CEO von Morrow Batteries, sagt: „Mit starker Unterstützung von Å Energi, Siemens, ABB und unseren anderen Aktionären bauen wir das Unternehmen gemäß unseren Plänen auf.“ Bacher bestätigt das Interesse der Wirtschaft: „Wir konzentrieren uns darauf, das Risiko in unserer Produktion und Technologieentwicklung zu minimieren und arbeiten derzeit an Anpassungen und Feinjustierungen der Produktionslinie in Arendal. Wir erleben ein starkes Interesse an unseren Batterien von europäischen Kunden und freuen uns darauf, die ersten kommerziellen Batterien noch vor Jahresende auszuliefern.“

Die mobile Version verlassen