Advent, Advent – auch in Norwegen sind die Straßen jetzt mit Lichterketten geschmück, in den Schaufenstern tummeln sich Weihnachtsmänner und Tannenbäume. So weit, so international. Doch was Machen die Norweger eigentlich typischerweise rund um Weihnachten? Hier kommt eine kleine Auflistung:
Bild: Weihnachtsdekoration in Tromsø, Nordnorwegen. AdobeStock
Weihnachtsbasteln
Eine typische und weit verbreitete Tradition in Norwegen, die für viele unverzichtbar ist vor Weihnachten, ist das Weihnachtsbasteln. Schon in der Grundschule ist es üblich, einen Tag dafür einzuplanen, an dem die Kinder gemeinsam mit ihrer Klasse Weihnachtsdekorationen basteln. Die Basteleinen werden daraufhin an Familie und Freunde verschenkt. Für die Schulkinder ist das Basteln oft der Höhepunkt in der Adventszeit, und es wird meist noch besser, wenn dazu klassischer Risgrøt serviert wird. Das Gericht besteht aus einem Topf mit Milchreis, in dem eine Mandel versenkt wird. Wer diese in seinem Teller wiederfindet, erhält ein kleines Geschenk oder zumindest die Ehre, das Spiel gewonnen zu haben.
Die Basteltradition ist nicht nur bei Kindern beliebt, sondern auch bei Erwachsenen. Das traditionelle Weihnachtsbasteln mit dem Herstellen von Geschenken und dem Backen von Weihnachtsplätzchen ist für viele der Startschuss in die Vorweihnachtszeit. Auch der Milchreis mit der Mandel findet bei allen Generationen Anklang. Risgrøt ist oft auch Teil des Weihnachtsgerichts an Heiligabend.
Weihnachtsmärkte
Wie in Deutschland gibt es auch in Norwegen viele schöne Weihnachtsmärkte, auch wenn diese in einem viel kleineren Umfang stattfinden. Dennoch sind sie für viele Norweger ein wichtiger Bestandteil der Adventszeit, und für viele ist der Besuch eines Weihnachtsmarktes fest mit dieser Zeit des Jahres verbunden. Hier kann man Speisen und Getränke genießen, die man sonst kaum findet, und in weihnachtlicher Atmosphäre nach Geschenken stöbern.
Weihnachtsbock
Eine Weihnachtstradition, die den Norwegern sehr vertraut, den Deutschen jedoch eher unbekannt ist, ist der Weihnachtsbock (julebukk). Dabei handelt es sich um einen Weihnachtsbrauch, bei dem sich Kinder zwischen den Weihnachtsfeiertagen verkleiden – oft als Weihnachtsmänner, alte Damen oder alte Herren – und von Tür zu Tür ziehen. Ihr Ziel: Süßigkeiten zu bekommen, wenn sie ein Weihnachtslied singen.
Diese Tradition erinnert Halloween, allerdings in Gemütlich statt Gruselig. Der Brauch entstammt zwar einem alten Aberglauben der mit Dämonen und Geistern zu tun hat, doch heute ist sie ein lustiges Spiel für Kinder in der Weihnachtszeit.
