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Am 1. Dezember erscheint die neue Ausgabe des deutsch-norwegischen Wirtschaftsmagazins Connect. Ab sofort bieten wir Ihnen auf unserem neuen handelskammer.blog einzelne Magazinbeiträge zum Lesen und Teilen an.

Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema der Dualen Ausbildung. In Deutschland ist dieses Ausbildungsmodell, das mehr Zeit im Lehrbetrieb statt in der Schule vorsieht, bereits Standard – und es gilt international als Erfolgsrezept. Wir gehen darauf ein, wie das deutsche Modell aufgebaut ist, und warum es in der Welt ein so großes Ansehen erlangt hat.

Im Herbst wurde der Grundstein für die Umstrukturierung der norwegischen Berufsausbildung gelegt, als eine Schulklasse der Sekundarstufe II mit dem Schwerpunkt „Industrietechnik“ in den Lehrbetrieb K-tech einzog, um die Ausbildung an ein industrielles Umfeld zu koppeln. Dies ist eine Entwicklung, die schon seit langem viele beteiligte Akteure – sei es Lehreinrichtungen oder die Industrie – herbeisehnen. Wir haben mit einem der Initiatoren des Pilotprojekts gesprochen, das den Namen „Kongsberg Kompetenzzentrum für Ausbildungsberufe“ trägt.

Eine lange Erfolgsgeschichte in Deutschland und ein erster Schritt in eine neue Richtung in Norwegen – und trotzdem kämpfen beide Länder mit weniger Bewerbern für Lehrberufe und relativ hohen Abbrecherquoten. Die Gründe sind vielseitig: In Deutschland wurde zum Beispiel lange die akademische Bildung stark gefördert. Norwegische Lehrlinge finden die Ausbildung im derzeitigen System zu theoretisch. Globalisierung und Industrie 4.0 haben die Anforderungen an die Industrie in den letzten Jahren ebenfalls drastisch verändert, was sich zwangsläufig auf die Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte auswirkt. Wir beleuchten die Ursachen für diesen negativen Trend und zeigen, welche Maßnahmen der Berufsausbildung in beiden Ländern neuen Schub geben können.

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