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Das norwegische Unternehmen Skiga AS erhielt bei der ersten Wasserstoffauktion im Rahmen des EU-Innovationsfonds am 30. April den Zuschlag über 81,3 Millionen Euro für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff. Die Mittel werden auf Grundlage der bestätigten produzierten Kilogramm ausgezahlt. Skiga AS hat seinen Sitz in Skipavika in der Gemeinde Gulen in Westnorwegen, die deutsche Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hält einen Anteil von 10% am Unternehmen.
Einer der ersten Gratulanten war Andreas Bjelland Eriksen, Minister für Klima und Umwelt: Es ist erfreulich zu sehen, dass sich ein norwegischer Akteur international durchgesetzt hat. Mit den Investitionen von Enova in Wasserstoff ist dies in Summe eine gute Grundlage für die Umstrukturierung und Emissionssenkung sowohl in der Schifffahrt als auch in der Industrie“, so Eriksen.
Erste Wasserstoffauktion – ein großer Tag für die norwegische Industrie
Die Wasserstoffauktion ist die erste in der Wasserstoffbank der EU und wurde im Rahmen des EU-Innovationsfonds durchgeführt. Der Innovationsfonds wird durch das EU-Klimaschutzquotensystem finanziert, an dem auch Norwegen beteiligt ist.
Die norwegische staatliche Enova fungiert als nationale Kontaktstelle für den Innovationsfonds in Norwegen und unterstützt norwegischen Unternehmen bei der Antragstellung.
Dies ist ein großer Tag für die norwegische Industrie. Wir freuen uns sehr, dass norwegische Akteure die europäischen Förderprogramme nutzen und wichtige und notwendige Ressourcen für den Übergang in Norwegen bereitstellen.
Direktorin für Technologie und Marktentwicklung bei Enova
Energieminister Terje Aasland stimmt dem zu: „Dies ist eine fantastische Nachricht für die norwegische Wasserstoffinitiative. Herzlichen Glückwunsch an Skiga! Wir sehen nun, wie wichtig es ist, dass Norwegen an der Wasserstoffbank der EU teilnimmt. Ich freue mich darauf, das Projekt weiter zu verfolgen.“
Insgesamt wurden14 norwegische Bieter im Zusammenhang mit der Wasserstoffauktion von Enova unterstützt.
Mehr Geld für Wasserstoff
Am Montag hatte Enova bekannt gegeben, seine Investitionen im Bereich Wasserstoff als Treibstoff für Schiffe zu verdoppeln und ein neues, besseres Förderprogramm zur Steigerung der Wasserstoffproduktion entlang der norwegischen Küste zu starten. Laut Astrid Lilliestråle komme Norwegen durch beide Programme der Realisierung der ersten funktionierenden Wertschöpfungsketten für Wasserstoff einen großen Schritt näher.
800 Millionen Euro
Das Gesamtbudget für die erste Runde der Wasserstoffauktion belief sich auf rund 800 Millionen Euro. Die Europäische Kommission erhielt 132 Gebote aus 17 verschiedenen Ländern. Insgesamt wurden 719 Millionen Euro an sieben Projekte vergeben.
Die übrigen erfolgreichen Gebote stammten von finnischen, spanischen und portugiesischen Bietern. Die nächste Runde der Wasserstoffauktionen wird mit einigen Anpassungen nach demselben Modell ablaufen. Die Auktion wird voraussichtlich im Herbst eröffnet, mit einer Gebotsfrist im Winter 2025.
