So könnte das Terminal dereinst aussehen. Copyrigt: Höegh LNG
Höegh LNG, Mitglied der Deutsch-Norwegischen Handelskammer, und das Unternehmen Deutsche ReGas, Betreiber von privat finanzierten LNG-Terminals in Deutschland, haben eine Vereinbarung zur Realisierung des „H2-Import-Terminals Lubmin“ unterzeichnet.
Das Terminal wird die weltweit erste schwimmende Plattform sein, die angeliefertes Ammoniak in Wasserstoff aufspalten kann (Cracking). Auf diese Weise kann sie jährlich rund 30 000 Tonnen Wasserstoff produzieren und diesen über den bestehenden Einspeisepunkt am Deutschen ReGas Terminal im Hafen Lubmin in das Wasserstoff-Kernnetz einspeisen.
Ein industrielles Pilotprojekt
Die grüne Ammoniak-Cracker-Technologie wurde von Höegh LNG entwickelt und dient als industrielles Pilotprojekt für die Umrüstung und Dekarbonisierung von FSRUs in Deutschland. Die Deutsche ReGas wird die landseitige Terminalinfrastruktur bereitstellen, die Gesamtkoordination des Projekts einschließlich der Betreuung der Genehmigungsverfahren sowie die Vermarktung der Importkapazitäten am Terminal übernehmen.
Erik Nyheim, CEO von Höegh LNG: „Der Import von Wasserstoff von globalen Produzenten aus Übersee ist der Schlüssel zur industriellen Dekarbonisierung. Durch die Anpassung bestehender mariner Infrastrukturelemente mit unserer innovativen Crack-Lösung können wir innerhalb der nächsten Jahre Zugang zu kostengünstigem Wasserstoff bieten. Das Know-how, die Technologie und die Infrastrukturelemente sind bereits vorhanden, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Deutschen ReGas, um dieses Projekt zu realisieren und die Energiewende in Deutschland zu beschleunigen.“
Norwegen mit wichtiger Roelle
Im Rahmen der Energiewende gilt Norwegen als wichtiger Partner. Dem Land wird eine besondere Rolle im Wasserstoffgeschäft bzw. in der deutschen Wasserstoff-Importstrategie zugewiesen. Die norwegische Höegh LNG gilt als ein Pionier im Bereich der maritimen Energieinfrastruktur und für schwimmende LNG-Schnellterminals. In dieser Rolle nimmt sie als Sponsor am German-Norwegian Energy Dialogue, der am 17. September in Oslo stattfindet, teil. Das Event ist eine bilaterale Arena, in der Vertreter*innen aus Wirtschaft und Industrie die wichtigsten Entwicklungen in der Energiekooperation beider Länder vorstellen und diskutieren.
