Leopard 2 A4 bei Winterübungen. Der Nachfolger Leopard 2A8 wird in der norwegischen Region Trøndelag zusammengebaut. Foto: Frederik Ringnes / Forsvaret
Das norwegische Unternehmen RITEK wird einen Teil der Leopard 2 Panzer, die Norwegen bei KNDS Deutschland geordert hat, montieren. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Unternehmensvertreter am 11. Juni am Rande des German-Norwegian Defence Industry Seminar der AHK Norwegen unterzeichnet. Neben der Montage soll RITEK auch die Verantwortung für Wartung und Aufrüstung übernehmen.
„Ich möchte KNDS Deutschland und RITEK zur Unterzeichnung der Vereinbarung gratulieren. 37 der 54 Leopard 2 Panzer, die Norwegen bei der deutschen Firma Krauss-Maffei Wegmann bestellt hat, werden bei RITEK in Levanger montiert. Die Montage von Kampfpanzern in Norwegen ist ein Novum in der Geschichte. Dies könnte der Beginn eines neuen norwegischen Industrieabenteuers sein“, erklärt der norwegische Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram.
Durch die Vereinbarung erhält RITEK zudem die Möglichkeit, offizieller Subunternehmer für Leopard-2-Panzer zu werden. Bereits im Februar 2023 hatte sich die norwegische Regierung für den Kauf von 54 Leopard-2-Kampfpanzer des deutschen Rüstungskonzern entschieden. Der Panzer gilt als der modernste und digitalisierteste Panzer, der je gebaut wurde und der Kauf als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung der norwegischen Streitkräfte.

„Laut Plan soll RITEK nicht nur die norwegischen Leopard-Panzer montieren, sondern gleichzeitig das Zentrum für die Wartung, Reparatur und Aufrüstung der nordischen Flotte werden. Auch nach der Montage soll die Produktionslinie erhalten bleiben, so dass RITEK für den Export in andere Länder produzieren kann. Dies ist sowohl für die lokale Wertschöpfung als auch für die deutsch-norwegische Zusammenarbeit positiv“, so Gram.
Gleichzeitig erhalten die NATO und Europa durch das Abkommen die Möglichkeit, in Zukunft die Produktion von Panzern zu erhöhen. RITEK befindet sich in zentraler Lage in der Nähe wichtiger Logistikknotenpunkte in Nordeuropa und verfügt über spezialisierte Arbeitskräfte, die das Unternehmen für sein Wachstum in den kommenden Jahren benötigt.
„Die nordischen Länder haben einen hohen Bedarf an Werkstätten für Schwerlastfahrzeuge, der nun durch die Vereinbarung bedient wird. Der heute von RITEK und KNDS Deutschland unterzeichnete Vertrag wird sowohl die industrielle Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland als auch die Wehrfähigkeit und Versorgungssicherheit Europas stärken“, so der Verteidigungsminister weiter.
Dieser Artikel basiert auf einer Pressemeldung des Norwegischen Verteidigungsministeriums.
