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Warum Networking so wichtig ist

Im Dezember 2017 war es endlich soweit: Drei Jahre nach meinem Abschied aus Norwegen kehre ich der Liebe wegen nach Oslo zurück. Das letzte Mal verließ ich das Land mit einem Masterzeugnis in den Händen, dieses Mal bin ich gekommen, um zu bleiben. Ein gutes Netzwerk und Eigeninitiative sind dabei nicht zu unterschätzen, und können unverhofft Türen öffnen.

Back to basics

Zuerst heißt es für mich: Norwegisch lernen. Sechs intensive Wochen verbringe ich an der Folkeuniversitet, um mir neben Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch nun meine fünfte Sprache anzueignen. Außerdem nutze ich das Angebot von diversen Sprachcafés, knüpfe erste Kontakte und mache mich so mit meiner neuen Heimat bekannt.

Die Sprache sitzt bald ganz gut, aber ein Job mit viel täglicher Kommunikation wäre von Vorteil. Daher beginne ich als Fundraiser bei Greenpeace, und verbinde meine persönliche Kommunikationsweiterbildung mit der spannenden Aufgabe, Norweger für den Umweltschutz zu gewinnen.

Kontakte, Kontakte, Kontakte

Nach mehrfachem Versuch, über den traditionellen Bewerbungsweg einen Vollzeitjob in Norwegen zu ergattern, ist es an der Zeit für die anscheinend erfolgreichere Methode: Networking.

Bei einem Workshop für Expats erhalte ich den wertvollen Tipp, mich über den Oslo International Hub (OIH) zu informieren – und dann geht alles ganz schnell. Bei einer Veranstaltung lerne ich Charity aus Ghana kennen. Sie erzählt mir ihre Geschichte und stellt mir ihren Arbeitgeber vor: Der Hub ist eine internationale Non-Profit-Organisation mit breitem Netzwerk, spannenden Events und Projekten, in denen Expats ihre Kompetenz und Expertise aus dem Ausland einbringen können und so die norwegische Geschäftswelt bereichern. Es ist sozusagen ein „Zuhause“ für Expats, Startups, Mentoren sowie Investoren mit internationalem Mindset.

Ich bin begeistert und erfahre, dass der Startup-Inkubator mit Co-Working Space auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern ist. Kurze Zeit später fange ich als Community Support an, bin für die Vermietung von Offices zuständig, organisierte Events und übernehme repräsentative Aufgaben für den Netzwerkaufbau.

Vom Networking zum Netzwerk

Aber Netzwerken bedeutet nicht nur Nehmen, sondern auch Geben. Jedes Quartal findet im Hub ein internationaler Club Diplomatique statt, zu dem Vertreter von Botschaften, Handelskammern sowie internationalen Interessenorganisationen eingeladen werden. Eine gute Gelegenheit zum Networken, denke ich, und lade meine Kontakte aus der AHK Norwegen ein.

Genauso wie ich damals freundlich empfangen wurde, bin ich nun an der Reihe. Wer daran interessiert ist, sein professionelles Netzwerk über die Handelskammer hinaus um internationale Kontakte zu erweitern, ist herzlich zu unserer wöchentlichem „International Friday Lounge“ von 15:30 bis 17:30 Uhr in der Oscars gate 27 eingeladen.