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Installation auf U-Booten für das norwegische Militär

Diese Woche findet in Le Bourget vor Paris die Messe für Marinetechnik, Euronaval, statt. Der deutsche Systemanbieter für U-Boote und Marineschiffe, ThyssenKrupp Marine Systems (tkMS), stellt im Rahmen der Messe den Prototypen eines neuen Lithium-Ionen-Batteriesystems für U-Boote vor, der in Zusammenarbeit mit dem französischen Unternehmen Saft (Société des Accumulateurs Fixes et de Traction) entwickelt wurde.

Die Batterie wird in Verbindung mit der aufgerüsteten U-Boot-Klasse 212 Common Design (CD) präsentiert, von der Deutschland und Norwegen zukünftig zwei und vier U-Boote besitzen wird. Wenn die Lithium-Ionen-Batterien in den U-Booten eingebaut werden, gehören diese zu den weltweit ersten mit dieser technologischen Ausstattung.

Dr. Rolf Wirtz, Geschäftsführer der tkMS, weist darauf hin, dass der Einsatz neuer Batterietechnologie enorme taktische Vorteile bietet. Beispielsweise können die U-Boote unabhängig vom Ladezustand der Batterie mit maximaler Geschwindigkeit fahren.

„Wir sind gerade dabei, eine neue Ära des U-Boot-Baus einzuleiten. Vergleichen mit den herkömmlichen Bleibatterien sind Lithium-Ionen-Batterien deutlich weniger wartungsintensiv und haben eine viel längere Lebensdauer“, heißt es in einer Pressemitteilung, die tkMS zeitgleich zur Messe veröffentlicht hat.

An die neuen U-Boot-Batterien werden extrem hohe Sicherheitsanforderungen gestellt, denn ein Feuer unter Wasser kann katastrophale Folgen haben. Thyssenkrupp berichtet, dass «äußerst erfolgreiche» Tests auf Zellen- und Systemebene durchgeführt wurden und das erforderliche Testprogramm voraussichtlich innerhalb eines Jahres abgeschlossen wird.

Auf der Euronaval werden auch neue Konsolen für das in Entwicklung befindliche Kampfsystem der nächsten Generation vorgestellt. Diese werden von dem deutsch-norwegischen Unternehmen kta Naval Systems entwickelt, ein Joint Venture von Kongsberggruppen, tkMS und der Tochtergesellschaft Atlas Elektronik.