Die norwegische Regierung hat den beiden Bewerbern für das Offshore-Wind-Gebiet Utsira Nord früher als geplant ihre Projektfläche zugeteilt. Michael Kern, der Geschäftsführer der AHK Norwegen, spricht von einem klaren Signal an die Branche und die Industrie im In- und Ausland.
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Am 11. Dezember hat die norwegische Regierung bekanntgegeben, den beiden Konsortien Equinor Utsira Nord AS/Vårgrønn Utsira Nord AS und Harald Hårfagre AS (Deep Wind Offshore Norway AS/EDF Renouvelables International SAS) Gebiete für schwimmende Windparks zuzuteilen. Sie waren die einzigen, die sich im September auf eine Fläche in Utsira Nord, einem Gebiet für Floating Offshore Wind vor der Westküste Norwegens, beworben hatten. Die Zuteilung ist somit schneller erfolgt als ursprünglich angekündigt.
Für Michael Kern, den Geschäftsführer der AHK Norwegen, ist das eine Bekenntnis der norwegischen Regierung zu Offshore-Wind. Er sagt:
Das ist ein deutliches Zeichen, das Klarheit für die Branche und die Industrie schafft; und das über die Landesgrenzen hinaus. Gerade für deutsche Zulieferer ist Norwegen ein interessanter und wichtiger Markt.
Staatliche Förderung von bis zu 35 Mrd. NOK
Jetzt können die beiden Konsortien Vorschläge für ein Programm einer Umweltverträglichkeitsprüfung ihrer Projekte einreichen. Nach erfolgter Prüfung können Sie einen Antrag auf Erteilung einer Konzession stellen. Damit erhalten sie das Recht, sich um staatliche Fördermittel zu bewerben. Diese werden durch einen Wettbewerb zugeteilt, wobei jenes Konsortium gewinnt, das für die Umsetzung seines Projekts die geringste Förderung benötigt. Die maximale Förderung beträgt 35 Milliarden Kronen (ca. 3 Mrd. EUR) und soll unter anderem aus Einnahmen durch CO2-Steuern stammen.
