Bild: Christian Schwier
Die Energiewende ist in vollem Gange: Im ersten Halbjahr 2024 stammten laut Destatis 61,5 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien, wobei Windkraft mit 73,4 Milliarden Kilowattstunden den größten Anteil mit 33 Prozent ausmachte. Obwohl die Gesamtmenge des in Deutschland erzeugten und ins Netz eingespeisten Stroms im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent auf 220 Milliarden Kilowattstunden sank, stieg die erneuerbar erzeugte Energiemenge deutlich von 123,9 Milliarden Kilowattstunden auf 135,2 Milliarden Kilowattstunden an. Dieser Rekord ist Teil des weiter fortschreitenden Umbaus des Strommixes hin zu mehr Nachhaltigkeit.
Fossile Energiequellen spielen weiterhin bedeutende Rolle
Auch der aus Photovoltaik produzierte Strom stieg dank zusätzlich installierter Anlagen auf einen Höchstwert von 14 Prozent der Gesamtstrommenge. Gleichzeitig spielen fossile Energiequellen weiterhin eine bedeutende Rolle im deutschen Strommix. Kohlekraftwerke, die mittelfristig stillgelegt werden sollen, produzierten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gut ein Viertel weniger Strom und verzeichneten mit 45,9 Milliarden Kilowattstunden den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung 2018. Dennoch ist Kohle mit einem Anteil von 20,9 Prozent die zweitwichtigste Stromquelle. Auch Gaskraftwerke trugen 32,1 Milliarden Kilowattstunden bei und deckten damit 14,6 % des deutschen Strombedarfs. Beide fossilen Energieträger bleiben also wichtige Bestandteile, auch wenn ihr Anteil abnimmt.
Importüberschuss von Norwegen nach Deutschland wächst
Ein wichtiger Baustein des deutschen Energienetzes ist der grenzüberschreitende Stromhandel, auch mit Norwegen. Im ersten Halbjahr 2024 exportierte Norwegen 3,44 Milliarden Kilowattstunden Strom nach Deutschland, während Deutschland 1,03 Milliarden Kilowattstunden nach Norwegen lieferte. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 zeigt sich ein leichtes Wachstum der Stromimporte aus Norwegen (3,11 Milliarden Kilowattstunden). Die Exporte Deutschlands nach Norwegen blieben relativ konstant und sanken leicht von 1,08 Milliarden Kilowattstunden im Vorjahr auf 1,03 Milliarden Kilowattstunden. Damit wächst der Importüberschuss von Norwegen nach Deutschland weiter an.
