H2Global: Zweite Wasserstoff-Auktion läuft

Die Ausschreibungsunterlagen für die zweite H2Global-Auktion für erneuerbaren Wasserstoff, die von Hintco organisiert wird, liegen vor. Zum ersten Mal wird sie für die Produktion in Europa geöffnet.

Das ist ein großer Schritt nach vorn bei der Ausweitung des globalen Wasserstoffmarktes.

Das Handelsunternehmen Hintco entwickelt die Wasserstoffauktionen von H2Global und führt diese auch durch. Das Unternehmen kauft Wasserstoffprodukte mit staatlicher Förderung und bietet den Herstellern damit eine stabile, langfristige Abnahmevereinbarung. Anschließend verkauft Hintco das Produkt an Industrieunternehmen, Häfen und Anbieter von Wasserstoffspeichern weiter. Auf diese Weise wird das Risiko erheblich reduziert und die Projektentwicklung kann beschleunigt werden.

Die gesamte Auktion hat einen Gesamtwert von 2,5 Milliarden Euro und wird von den niederländischen und deutschen Behörden unterstützt. Zunächst wird erneuerbarer Wasserstoff über einen Zeitraum von neun Jahren (2028-2036) ersteigert.

Globaler Teil macht norwegische Beteiligung möglich

Die Auktion ist in vier regionale Teile und einen globalen Teil unterteilt. Im globalen Teil werden 567 Millionen Euro bereitgestellt, zum ersten Mal ist die Produktion in Europa zugelassen. Das bedeutet, dass auch norwegische Projekte an der aktuellen Auktion teilnehmen können.

Während in den regionalen Abschnitten auch Derivate wie Ammoniak oder Methanol förderfähig sind, muss im globalen Teil der Auktion das gelieferte Endprodukt Wasserstoff sein. Die Moleküle werden nach Deutschland und in die Niederlande geliefert. Der Kraftstoff muss den RFNBO-Anforderungen in den EU-Verordnungen entsprechen, und die Bieter können die Transportmethode und die Form, in der er transportiert wird, wählen (z. B. flüssiger Wasserstoff, LOHC oder Ammoniak). Die teilnehmenden Projekte müssen Gebote für mindestens 5 Megawatt (MW) abgeben.

H2Global

Im Rahmen von H2Global wird in den schnellen Aufbau von Wasserstoffproduktionsanlagen im industriellen Maßstab und in die dazugehörigen Lieferketten investiert. H2Global basiert auf einem Doppelauktionsmodell, bei dem Bundeszuschüsse die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis für einen bestimmten Zeitraum ausgleichen.

Dieser Text ist eine Übersetzung der Pressemitteilung von Norsk Hydrogenforum. Das Original finden Sie hier.