Bild: Harbour Energy group
Am Ende ging alles schneller als allgemein erwartet: Anfang September hat BASF hat den Verkauf des Explorations- und Produktionsgeschäfts (E&P) von Wintershall Dea an Harbour Energy plc erfolgreich abgeschlossen. Das Geschäft umfasst Produktions- und Entwicklungsassets in Norwegen, Brasilien, Ägypten, Großbritannien und Mexiko, jedoch keine Aktivitäten in Russland. Infolge des Verkaufs werden die Hauptverwaltungsstandorte von Wintershall Dea in Hamburg und Kassel geschlossen, wovon rund 800 Mitarbeitende betroffen sind.
Hat die Übernahme auch Auswirkungen auf die norwegische Tochter Wintershall Dea Norway?
Für den norwegischen Markt ist Wintershall Dea von Bedeutung und eine weitere Zusammenarbeit wäre auch unter Harbour Energy von Relevanz. Mit der Übernahme wird die britische Harbour Energy zu einem der größten Produzenten Norwegens, mit einer täglichen Produktion von fast 200.000 Barrel Öläquivalent.
Aktuell ist geplant, die Explorations- und Entwicklungsprojekte von Wintershall Dea in Norwegen durch Harbour Energy fortzusetzen und das Portfolio an Unterwasser-Entwicklungsprojekten zu erweitern. Darüber könnten potenzielle CCS-Projekte – einschließlich zweier CO2-Speicherlizenzen in Norwegen – gefördert werden, was einen wichtigen Beitrag zur Emissionsreduktion in Nordeuropa bedeuten würde.
Harbour Energy wird mit der Übernahme zu einem der größten unabhängigen Öl- und Gasunternehmen der Welt. Im Gegenzug erhält BASF 2,15 Milliarden US-Dollar und eine Beteiligung von 39,6 % an Harbour Energy, was BASF einen schrittweisen Ausstieg aus dem Öl- und Gasgeschäft ermöglicht. Auch Dr. Dirk Elvermann, Finanzvorstand von BASF, verdeutlicht in einer Pressemeldung die Relevanz des Verkaufs für die stärkere Fokussierung auf nachhaltige Geschäftsbereiche.
Quelle:
https://www.basf.com/global/de/media/news-releases/2024/09/p-24-273
