Kulturelle Unterschiede können Sales-Aktivitäten zu einer Herausforderung machen – kleine Missverständnisse können zu großen Hindernissen werden. Beim erfolgreichen Vertrieb zwischen Norwegen und Deutschland geht es um mehr als nur um Produktkenntnisse. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen und die unterschiedlichen Arbeitskulturen zu verstehen. Während man in Norwegen oft auf Beziehungen und Flexibilität setzt, werden in Deutschland Präzision, Struktur und Zuverlässigkeit erwartet.
Bild: Dale Carnegie
Im Zusammenhang mit unserem Sales-Workshop „Kulturübergreifend verkaufen – Norwegen VS Deutschland“ haben wir drei typische Missverständnisse zusammengestellt, die in Geschäftsbeziehungen zwischen Norwegern und Deutschen auftreten können.
Zu förmlich und hierarchisch – oder zu informell
In Deutschland sind die Menschen an klare Hierarchien und förmliche Anredeformen gewöhnt, im Gegensatz zu Norwegen, wo es flachere Hierarchien gibt und man eine Kultur bemüht, in der alle gleich sind. Der Gebrauch von Titeln oder einer distanzierten Sprache kann für Norweger unnahbar wirken. Man spricht sich mit dem Vornamen und „Du“ an, unabhängig von Position oder Beziehung zur anderen Person. Es wird ein entspannter und gleichberechtigter Umgangston erwartet, während es in Deutschland durchaus üblich ist, die Höflichkeitsform für alle zu verwenden, unabhängig von Position oder Beziehung. So kann es dann auch herablassend oder verletzend auf Deutsche wirken, wenn man beim ersten Kontakt zu informell wird.
Der Zeitfaktor
In Norwegen können Entscheidungsprozesse oft länger dauern als in Deutschland. Konsens ist ein wichtiger Teil der norwegischen Kultur, auch im Geschäftsleben. Das kann häufig zu längeren internen Klärungsprozessen führen. Deutsche Unternehmen sind hingegen eher an schnellere Kaufentscheidungen gewöhnt. Daher ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass ein langsamerer Entscheidungsprozesse in Norwegen nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten muss.
Unterschätzung der Bedeutung der Work-Life-Balance
In Deutschland ist es üblicher als in Norwegen, nach Feierabend oder am Wochenende für die Arbeit verfügbar zu sein. Für Norweger ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sehr wichtig, bis zur obersten Führungsebene. Oft gibt es eine klare Trennung zwischen Arbeits- und Freizeit. Deutsche Geschäftspartner sind außerhalb der Kernarbeitszeit oft besser erreichbar, erwarten jedoch auch schnelle Antworten – insbesondere in wettbewerbsintensiven Branchen. Daher kann eine Kontaktaufnahme außerhalb der normalen Arbeitszeiten von Norwegern manchmal als aufdringlich empfunden werden, während auf deutscher Seite ein pünktlicher Feierabend als mangelndes Engagement aufgefasst werden kann.
Erfahren Sie mehr in unserem Workshop!
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie kulturelle Unterschiede überwinden und bessere Vertriebsergebnisse erzielen können? Nehmen Sie an unserem Workshop in Zusammenarbeit mit Dale Carnegie Training Norway „Kulturübergreifend verkaufen – Norwegen VS Deutschland“ am 10. April teil. Sie erhalten praktische Tools, Einblicke und interaktive Übungen, die Ihnen helfen, in bilateralen Geschäftsbeziehungen Vertrauen aufzubauen und über Grenzen hinweg effektiver zu kommunizieren. Weitere Informationen über den Workshop und die Anmeldung finden Sie hier auf unserer Website.
