Neustart für die deutsche Messewirtschaft im Herbst

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Vor kurzem fanden die IFA in Berlin und der Caravan Salon in Düsseldorf unter strengen Auflagen zur Infektionskontrolle mit Erfolg statt – aus Sicht der Messe Düsseldorf ein wichtiges Signal für die deutsche und europäische Messeindustrie. 

Nachdem Messen von Großveranstaltungsverbot am 6. Mai ausgenommen wurden, haben die deutschen Messegesellschaften in den letzten Monaten intensiv an Richtlinien zur Infektionskontrolle gearbeitet. Jedes Bundesland entscheidet entsprechend der Ansteckungsraten, ob Messen wieder stattfinden können. 

Der Caravan Salon (4.-13. September) in Düsseldorf war nach fast sechs Monaten die erste Großmesse, die ihre Türen für Besucher wieder geöffnet hat. Mit dem Sicherheitskonzept «ProtAction», das unter anderem Masken, berührungslose Zugänge zu den Messehallen, Abstandsmarkierungen und Wegweiser sowie 600 Inspektoren vorsieht, sorgt die Messe Düsseldorf dafür, dass sich Messeteilnehmer ohne Nahkontakt sicher auf dem Messegelände bewegen können. 

„Mit 107 000 Besuchern sendet der CARAVAN SALON ein wichtiges Signal für die gesamte Messebranche in Deutschland und Europa. Die weltweit bedeutendste Messe für Caravaning überzeugte mit ihrem gut durchdachten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept“, sagt Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. 

Die Bilanz der Messe ist, dass die 350 Aussteller trotz geringerer Besucherzahlen als im Vorjahr bessere Verkaufsabschlüsse als im Rekordjahr 2019 erzielten.  

Die weltweit größte Fachmesse für Consumer Electronics, IFA, fand ebenfalls in einem kleineren Format statt. Die Messe Berlin plante ein Hybridmodell mit 6 100 physischen und 78 000 virtuellen Besuchern. Es waren 1 493 Aussteller vertreten, von denen 150 vor Ort in Berlin waren. 

Back to Business für viele Messen im Herbst 

Nach Angaben des Verbandes der deutschen Messewirtschaft (AUMA) sind bis zum Jahresende über 70 deutsche Messen geplant, von denen die Hälfte nationale oder internationale Bedeutung hat. Viele dieser Messen werden mit neuen Konzepten und mit digitalen Ergänzungen stattfinden. 

„Viele Aussteller und Besucher warten auf den Messe-Neustart, denn Messen werden den Branchen wieder Nachfrage-Impulse geben, durch die Präsentation von Innovationen und durch persönliche vertrauensbildende Kommunikation“, erläutert Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des AUMA 

Auch die Messeabteilung der AHK Norwegen gibt sich angesichts des Neustarts optimistisch:  

„Nach einer schwierigen Periode, in der nahezu Stillstand herrschte, zeigt die deutsche Messewirtschaft, dass die Durchführung von Großveranstaltungen tatsächlich möglich ist. Wir hoffen, dass es nächstes Jahr auch wieder mehr norwegische Aussteller geben wird, die Möglichkeit haben, an deutschen Messen teilzunehmen“, so Abteilungsleiter Andreas Totzauer. 

Die Bundesregierung hat entschieden, dass Messeteilnehmer (Aussteller und Besucher) nach Deutschland grundsätzlich einreisen können, auch wenn sie aus einem Staat kommen, der nicht zum EU-/Schengen-Raum oder zur Ländergruppe der deutschen Positivliste zählt. Dies kann für die deutsche Messebranche mit ihren vielen international ausgerichteten Messen von großer Bedeutung sein. 

Weitere Informationen zu den aktuellen Einreisebestimmungen für Messeteilnehmer finden Sie hier.