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2018 wurde der erste norwegische Pavillon auf der Messe „Kind + Jugend“ geplant. Sechs Aussteller reisten damals nach Köln, um ihre Produkte auf der internationalen Leitmesse zu präsentieren. In diesem Jahr stellen insgesamt elf norwegische Marken am Gemeinschaftsstand aus – das ist ein neuer Rekord.

„Es ist unglaublich wichtig, dass unsere Produkte auf einer der wichtigsten Messen für Babys und Kinder präsent sind“, sagt der Mokki-Gründer Moshe Ohana. Der Brillenproduzent ist schon seit 30 Jahren am Markt und war bereits im vergangenen Jahr am Gemeinschaftsstand vertreten, ebenso wie die Aussteller Devold, Easygrow und BabyLivia. Letzterer tritt in diesem Jahr gemeinsam mit der Gruppe „Like Norwegians“ bestehend aus Vidas Babynest, My1personaltoy, Den Lille Prikken over I’en sowie Frii of Norway auf. Gullkorn Design und Minimeis sind zum ersten Mal dabei und haben ihren eigenen Stand im Pavillon gebucht.

„Wir sind mit dem erstaunlichen Wachstum und der Entwicklung von Gullkorn Designs in den letzten Jahren in Norwegen sehr zufrieden. Mit der Teilnahme an dieser Messe suchen wir Vertriebskanäle, Distributoren und Agenten, damit wir unsere Kinderkleidung an Geschäfte, Online-Shops sowie Endverbraucher in Europa liefern können“, so Tom Erik Myk Yel, Geschäftsführer von Gullkorn Design AS.

Auch das etablierte Unternehmen Devold sieht die Kind + Jugend als zentrale Messe: „Die Kinder- und Jugendkollektion ist ein wichtiger Bestandteil der Devold-Kollektion, aber für diesen Teil ist der Vertrieb im Outdoor- und Sportbereich begrenzt. Daher wollen wir den spezialisierten Fachhandel ansprechen“, erklärt Julia Berkthold aus dem Kundenservice von Devold.

„Der Vorteil eines Gemeinschaftsstandes ist, dass wir für die Besucher sichtbarer und interessanter werden und zeigen können, dass es viele tolle Produkte aus Norwegen gibt.“

Maria Dalen, Geschäftsführerin, Easygrow

Ein wichtiges Schaufenster

„Wir suchen Agenten oder Distributoren in anderen Ländern, insbesondere in Deutschland, und dafür ist diese Messe perfekt“, meint Easygrow-Geschäftsführerin Maria Dalen, die Schlafsäcke für Kinder entwirft und zum dritten Mal zur Messe nach Köln gereist ist.

Einer der neuen Aussteller am Stand namens Sleepytroll hat ein Gerät entwickelt, das es Eltern erleichtern soll, ihr Baby im Kinderwagen zum Schlafen zu bringen. Wenn das am Griff befestigte Gerät mithilfe der eingebauten Sensoren Geräusche oder Bewegungen erkennt, beginnt es, den Wagen zu wiegen, damit das Baby wieder einschläft.

 „Sleepytroll ist ein völlig neues Produkt und wir nehmen zum ersten Mal an der Kind + Jugend teil. Die Messe ist ein wichtiges Schaufenster und eine gute Plattform, um Geschäftspartner und Kunden zu treffen“, sagt Gründer Ståle Flataker.

Eintritt in den Weltmarkt

Die Kind + Jugend ist die Weltleitmesse für hochwertige Baby- und Kleinkindausstattung. 2018 reisten mehr als 24 700 Besucher aus 123 Ländern an – eine Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Besucher aus dem Ausland sind mit 75 Prozent der gesamten Besucherzahlen im Jahr 2018 stark gewachsen. Auch für Sleepytroll ist das Ziel der Messeteilnahme, auch außerhalb Deutschlands Kunden zu erreichen: „Wir hoffen, Kontakte für den Vertrieb in den USA und in Asien zu knüpfen“, sagt Flataker.

Ungefähr 60 deutsche Messen werden von der Handelskammer in Norwegen vertreten. Die Kind + Jugend hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. „Es sagt nicht nur etwas über die Attraktivität der Messe als internationale Business-Plattform aus, sondern beweist auch, dass die norwegische Industrie exportfähige Produkte herstellt, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten können. Wir können einem anspruchsvollen Fachpublikum aus aller Welt vermitteln, dass Norwegen sich im Bereich der Baby- und Kleinkindausstattung auskennt“, erklärt Gisela Wiese-Hansen, Projektleiterin für die Messe bei der AHK Norwegen.

Die norwegischen Aussteller profitieren von einem guten Miteinander am norwegischen Pavillon. Tom Erik Mykjåland ist Geschäftsführer von Gullkorn Design glaubt, dass die Aussteller die Erfahrungen und Kontaktnetzwerke des jeweils anderen nutzen können, da sie keine direkten Wettbewerber sind. Auch Easygrow und Devold sehen einen Mehrwert im Konzept des norwegischen Pavillons: „Der Vorteil eines Gemeinschaftsstandes ist, dass wir für die Besucher sichtbarer und interessanter werden und zeigen können, dass es viele tolle Produkte aus Norwegen gibt“, sagt Dalen von Easygrow. „Ein Gemeinschaftsstand bietet eine gute Kommunikationsbasis und zeigt Stärke. Darüber hinaus wird unser skandinavisches Design sehr gut angenommen“, erzählt Berktold von Devold.