Neue Deutschlandstrategie der norwegischen Regierung

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Am vergangenen Freitag veröffentlichte die norwegische Regierung im Beisein des deutschen Außenministers Heiko Maas ihre aktualisierte Deutschlandstrategie.

Norwegens Außenministerin Ine Marie Eriksen Søreide präsentierte in Oslo die neue Version der erstmals 1999 veröffentlichten und zuletzt 2014 aktualisierten Strategie. Das Weißbuch führt wichtige Ziele der deutsch-norwegischen Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Forschung, Bildung und Kultur auf. Hintergrund der Strategie ist die zentrale Stellung Deutschlands in der EU und in Europa sowie die Rolle des Landes als wichtigster Handelspartner Norwegens.

„Die deutsch-norwegischen Beziehungen sind sehr gut, und wir arbeiten intensiv zusammen,“ sagte Søreide bei der Präsentation. „Norwegen und Deutschland haben sehr viele Gemeinsamkeiten, so beispielsweise in der Betonung der multilateralen Zusammenarbeit und einer geregelten Weltordnung,“ so Norwegens Außenministerin weiter.

Auch Heiko Maas unterstrich in seiner Rede die Bedeutung Norwegens für die Bundesrepublik: „Wenn wir in Deutschland nach Inspiration suchen, schauen wir oft nach Norden, nach Norwegen. Wir möchten Ihnen zuhören. Wir möchten in unsere Partnerschaft investieren. Weil wir wissen, dass es manchmal zum Problem werden kann, keine Probleme zu haben.“

Wichtige Ziele für die Wirtschaft

In der Strategie heißt es unter anderem, dass die norwegische Regierung Initiativen und Aktivitäten norwegischer Branchen, Unternehmen und Betriebe auf dem deutschen Markt durch branchenbezogene Beratungs-, Profilierungs- und Kooperationsmaßnahmen unterstützen möchte. Darüber hinaus möchte sich Norwegen weiterhin als stabiler und verlässlicher Energielieferant für den deutschen Markt auszeichnen und damit ein wichtiger Partner Deutschlands bei der Energiewende und dem Erreichen europäischer Klimaziele sein. 

Die norwegische Regierung betont in dem Strategiepapier zudem die Bedeutung relevanter Energie-, Klima- und Umwelttechnologien, wie beispielsweise der CO2-Abscheidung und -speicherung (CCS). Deren Sichtbarkeit soll in Deutschland durch Dialoge, Seminare und Workshops zukünftig gesteigert werden.

Die AHK Norwegen begrüßt, dass die Deutschlandstrategie erneut auf die Tagesordnung gesetzt wurde und freut sich darauf, auch zukünftig ein relevanter Partner für eine weitere Stärkung der deutsch-norwegische Zusammenarbeit zu sein.

Die Veröffentlichung der Deutschlandstrategie fand im Zusammenhang mit der Vorstellung des norwegischen Weißbuchs zu Multilateralismus statt.