Ostern in Norwegen bedeutet vor allem eines: raus in die Natur. Ob Skihütte in den Bergen oder Spaziergänge an der Küste – die Feiertage werden traditionell im eigenen Land verbracht. Dazu gehören Apfelsinen im Rucksack, Krimis („Påskekrim“) und natürlich gutes Essen. Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt, wie Norwegen Ostern feiert – und was dabei auf den Tisch kommt.
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Ferien im eigenen Land
Für viele Norwegerinnen und Norweger ist Ostern in erster Linie Reisezeit. 2025 planten laut einer Umfrage im Auftrag von NHO Reiseliv rund 53 Prozent, sich über die Feiertage freizunehmen. Auffällig: Wer verreist, bleibt meist im Land. Acht von zehn entscheiden sich für ein Reiseziel innerhalb Norwegens, während 13 Prozent nach Europa reisen und nur 3 Prozent Fernreisen außerhalb Europas planen.
Auch die Reiseziele selbst spiegeln die norwegische Naturverbundenheit wider. Im zweiten Quartal 2025 unternahmen die Daheimgebliebenen rund 840.000 Touren in die Berge, etwa 880.000 Ausflüge ans Meer und 360.000 Reisen aufs Land. Ostern verteilt sich in Norwegen also nicht auf einen Ort – sondern auf die gesamte Landschaft.
Eier gehören dazu – und werden immer mehr
Ähnlich wie in Deutschland spielt auch in Norwegen das Ei eine zentrale Rolle zu Ostern. Der Konsum steigt seit Jahren kontinuierlich. 2024 wurden insgesamt 73.902 Tonnen Eier im Land produziert, ergänzt durch Importe von 4.103 Tonnen.
Umgerechnet ergibt das einen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 14,5 Kilogramm pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 63 Gramm pro Ei entspricht das etwa 230 Eiern pro Person – Tendenz steigend. Zu Ostern dürfte der Verbrauch traditionell noch einmal deutlich zulegen.
Produziert werden diese Mengen von rund 4,6 Millionen Legehennen, verteilt auf 1.393 landwirtschaftliche Betriebe im ganzen Land. Im Schnitt legt eine norwegische Legehenne dabei weit über 300 Eier pro Jahr – ein bemerkenswerter Wert.
Apfelsinen und Lamm: Osterklassiker auf Norwegisch
Neben Eiern gehören in Norwegen zwei weitere Klassiker fest zum Osterfest: Apfelsinen und Lamm.
2025 importierte das Land insgesamt 34.880 Tonnen Apfelsinen, wobei die Nachfrage in den Monaten März und April – rund um Ostern – ihren Höhepunkt erreicht. Die Orange ist damit nicht nur ein Snack für unterwegs, sondern fast schon ein Symbol für das norwegische Osterfest.
Auch Lammfleisch hat Tradition. Im Jahr 2024 wurden in Norwegen über 1 Million Schafe und Lämmer geschlachtet. Auch wenn diese Zahl das gesamte Jahr umfasst, zeigt sie die große Bedeutung von Lamm insbesondere zu Feiertagen wie Ostern.

