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Der norwegische Unternehmerverband NHO hat die Konjunkturaussichten für das dritte Quartal herausgegeben. Gemäß dem Bericht ist die Stimmung unter den Mitgliedsfirmen so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Immer mehr Unternehmen fehlt es jedoch an qualifizierten Arbeitskräften.

Pressenotiz des NHO: Vor allem die Industrie und Dienstleister zeigen sich optimistisch, und kündigen mehr Neueinstellungen und weniger Entlassungen an. Dies deckt sich mit den Prognosen über ein starkes Beschäftigungswachstum. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Festlandwirtschaft stieg vom ersten Halbjahr 2017 bis zum ersten Halbjahr 2018 um solide 1,6 Prozent. Die Notwendigkeit von allgemeinen Fördermitteln über das Staatsbudget ist nicht mehr gegeben. Aufgrund langfristiger Sparmaßnahmen sind Ausgaben jedoch vorsichtig zu kalkulieren, um später einen größeren Handelsspielraum zu garantieren. Das Staatsbudget für das Jahr 2019 sollte die Ausgaben im Ölsektor als Prozentsatz des Festland-BPIs senken, geht es aus dem Report hervor.

Das starke Beschäftigungswachstum, der Rückgang der Arbeitslosigkeit und der erhöhte Fachkräftemangel deuten gleichzeitig auf eine Lücke zwischen den Kompetenzen, die gefragt sind und denen, die zur Verfügung stehen, hin. Mit dieser Aufgabe muss sich die Politik weiterhin intensiv auseinandersetzen, heißt es im Bericht.

Der Themateil widmet sich dieses Mal insbesondere den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Mit zunehmendem Alter der Gesellschaft und langfristig rückläufigen Einnahmen aus dem Ölsektor muss Norwegen sein volles Potential an Arbeitskraft ausschöpfen. Sinkende Beschäftigungsanteile und die steigende Tendenz zum Bezug sozialer Leistungen von Personen in arbeitsfähigem Alter sind daher zutiefst beunruhigend.

Der Quartalsbericht kann hier heruntergeladen werden.