Rechenzentren haben sich von unscheinbaren Serverräumen zu Knotenpunkten der digitalisierten Welt entwickelt. Mitten in dieser Entwicklung steht Skygard – ein ambitioniertes Unternehmen, das nun Premiummitglied der AHK Norwegen ist. Von Oslo aus möchte Skygard eine sichere, nachhaltige und gesellschaftlich nützliche Rechenzentren-Branche voranbringen.
Bild: Skygard
Laut Oscar Thøgersen, CCO bei Skygard, geht es bei Skygard darum, Sicherheit, Energieeffizienz und gesellschaftlichen Mehrwert neu zu denken.
„Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalisierung. Gleichzeitig muss die Branche mehr Verantwortung für ihren Energieverbrauch und das Klima übernehmen. Wir wollen zeigen, wie ein Rechenzentrum positiv zum grünen Wandel beitragen kann.“
Von technischer Notwendigkeit zu kritischer Infrastruktur
Skygard wurde gegründet, als Telenor einen Bedarf an erhöhter Datenkapazität erkannte – und die Notwendigkeit, norwegisches Eigentum und die Kontrolle über kritische Infrastruktur sicherzustellen. Zusammen mit Hafslund und HitecVision gründeten sie ein neues, strategisches Rechenzentrumsunternehmen. Das Ergebnis ist ein Akteur, der sich auf gesellschaftskritische digitale Infrastruktur konzentriert – ein Sektor, der sowohl politisch als auch industriell immer mehr Aufmerksamkeit erhält, insbesondere mit einem verstärkten Fokus auf Datensouveränität und Versorgungssicherheit.
In Oslo baut Skygard Rechenzentren nach Tier-III-Standard, geschützt gegen Erdbeben und elektromagnetische Impulse (EMP), mit redundanten Energie- und Kühlsystemen und strengen Zutrittskontrollen.
„Wir bauen für 100 Prozent Verfügbarkeit. Unser Rechenzentrum ist auf Kunden ausgerichtet, die ihre kritischsten Daten und Dienste bei uns platzieren,“ erklärt Thøgersen.
Damit positioniert sich Skygard in der anspruchsvollsten Marktzone – dort, wo öffentliche Einrichtungen, Energie-, Finanz- sowie maritim-technische Unternehmen höchste Anforderungen an Sicherheit und Souveränität stellen.
Das Energieparadox: Belastung oder Ressource?
Rechenzentren gelten als große Energieverbraucher. In Norwegen wie auch in Deutschland nimmt die Debatte über ihren Nutzen im Verhältnis zur Belastung der Stromnetze zu. Skygard betont, dass die Branche sich verändern muss. und setzt auf Wärmeauskopplung, flexible Energiesysteme und zirkuläre Konzepte.
Die Zusammenarbeit mit Hafslund Celsio ist ein Beispiel dafür: Die Abwärme des ersten Skygard-Rechenzentrums in Oslos Hovinbyen soll rund 12.000 Haushalte versorgen.
„Dieses Projekt zeigt, wie das Rechenzentrum der Zukunft aussehen kann,“ sagt Thøgersen. „Wir erreichen einen durchschnittlichen PUE-Wert von unter 1,2 und nutzen Energie dort, wo sie gebraucht wird.“
Bei Skyguard ist man überzeugt: Solche Modelle werden entscheidend, da der Energiebedarf durch KI-Anwendungen und immer leistungsintensivere Rechenoperationen rasant wächst.
Norwegen und Deutschland ergänzen sich hervorragend
Als neues Premiummitglied der AHK Norwegen sieht Skygard große Chancen in der deutsch-norwegischen Zusammenarbeit. Deutschland benötigt zunehmend sichere, nachhaltige Rechenzentrumsleistungen – insbesondere vor dem Hintergrund europäischer Datenschutz- und Souveränitätsdebatten. Dabei sollen Rechenzentren nicht einfach Energieverbraucher, sondern auch Teil eines funktionierenden Ökosystems sein. Genau an diesem Punkt will Skygard eine Rolle spielen – und sieht im deutsch-norwegischen Austausch einen Schlüssel für die Zukunft.
„Norwegen und Deutschland ergänzen sich hervorragend. Deutschland hat einen riesigen Bedarf, und Norwegen bietet stabile Rahmenbedingungen und erneuerbare Energie,“ so Thøgersen.
Besonders deutsche Unternehmen, die Alternativen zu US- oder chinesischen Cloud-Anbietern suchen, stehen in den Fokus von Skygard. Denn in einem geopolitisch herausfordernden Umfeld gewinnt die Kontrolle über Daten und Infrastruktur an Bedeutung.
Eine Branche im Wandel – und unter Druck
Die Rechenzentrumbranche steht weltweit vor komplexen Herausforderungen: steigende Energiekosten, immer schnellere technologische Entwicklung und strengere Sicherheitsanforderungen. Gleichzeitig wächst die Datenmenge unaufhaltsam.
„Ein Rechenzentrum, das heute geplant wird, kann beim Bau schon veraltet sein. Deshalb brauchen wir flexible, zukunftssichere Lösungen,“ betont Thøgersen.
Gleichzeitig sieht Skygard, dass viele Gemeinden in Norwegen berechtigte Fragen zum lokalen Nutzen und zu Arbeitsplätzen stellen, wenn neue Rechenzentrumsprojekte geplant werden.
„Wir in der Branche haben die Verantwortung, unsere Rolle klar zu kommunizieren – und nicht zuletzt unsere Versprechen hinsichtlich nachhaltiger Lösungen in der Praxis einzuhalten“, so Thøgersen.
Ein Rechenzentrum, das mehr will
Mit seiner Kombination aus Sicherheit, zirkulärer Energie und starker norwegischer Verankerung möchte Skygard zeigen, wie Rechenzentren sowohl gesellschaftskritisch als auch gesellschaftsfördernd sein können. Gleichzeitig steht die Branche unter kritischer Beobachtung – und die Lösungen von Skygard werden im Spannungsfeld zwischen steigendem digitalen Bedarf, Energieeffizienz und Klimaschutzanforderungen auf die Probe gestellt.
„Wir möchten mit deutschen und norwegischen Akteuren in Dialog treten, die unsere Sichtweise in Bezug auf Datensicherheit und Nachhaltigkeit teilen“, sagt Thøgersen. „Der Weg in die Zukunft führt über die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.“
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