Werner Koopmann sitter i handelskammerets råd

Unser Kuratorium: Werner Koopmann

Deutsch Norwegisch (Buchsprache)

Die AHK Norwegen setzt sich für die Wirtschaftszusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und Norwegen ein. Über 800 Mitgliedsunternehmen bilden dieses bedeutende bilaterale Netzwerk, dem neben der Mitgliederversammlung der Vorstand und das Kuratorium vorstehen, ab. Während der Vorstand die Richtlinien der Organisation vorgibt, hat das Kuratorium vor allem eine beratende Funktion.

Das Kuratorium besteht aus führenden Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens beider Länder. Es fördert die Handelskammer und gewährt ihr bei der Erfüllung ihrer Aufgaben den erforderlichen Schirm und Schutz.

Im Jahr 2009 wurde Werner Koopmann Vizepräsident im Kuratorium der AHK Norwegen. Seitdem engagiert sich der Geschäftsbereichsleiter International bei der IHK zu Kiel und der IHK zu Lübeck aktiv in den deutsch-norwegischen Handelsbeziehungen. Der Außenwirtschaftsexperte ist sehr gut vernetzt und ein wichtiger Ansprechpartner insbesondere für die mittelständische Wirtschaft bei der Bearbeitung von Auslandsmärkten in Deutschlands nördlichstem Bundesland.

Sie verfügen über langjährige Erfahrung mit der Planung und Abwicklung internationaler Geschäftstätigkeiten lokaler Unternehmen. Was ist das Besondere an Ihrer Aufgabe?

In unserer Beratungstätigkeit für die auslandsaffinen Unternehmen spiegelt sich nahezu in Echtzeit das weltpolitische Geschehen ab. Unvermittelt verlangen türkische Importeure Ursprungszeugnisse, die Sanktionsbestimmungen in den USA werden kurzfristig suspendiert, um dann verändert wieder in Kraft zu treten, der Schlingerkurs zum Brexit läßt Langfristplanungen für das Vereinigte Königreich nicht zu oder die Corona-Lockerungsübungen im Europäischen Wirtschaftsraum sind nicht kongruent zueinander. Während die Logistik und die IT jede Distanz überwindbar machen, befinden sich relevante Mitglieder der Welthandelsorganisation – eigentlich ein Club von Freunden – handelspolitisch auf dem Egotrip. Das ist für uns jeden Tag mindestens hochspannend.

Sie sind seit 2009 als Vizepräsident Mitglied im Kuratorium der AHK Norwegen tätig. Wo liegt Ihrer Meinung nach der Schwerpunkt der bilateralen Zusammenarbeit zwischen dem Bundesland Schleswig-Holstein und Norwegen, und haben sich in den letzten Jahren die Schwerpunkte verändert?

Sowohl Norwegen als auch das Bundesland Schleswig-Holstein verändern sich gesellschaftlich und ökonomisch permanent, wenn auch in kleinen Schritten. Insoweit passen sich auch die Austauschprozesse der beiden Partner an. Im Vordergrund stehen heute unter anderem die Sektoren Energie, maritime Wirtschaft und Mobilität/Logistik. Wobei es eben nicht nur um physische Produkte, sondern vielfach um Dienstleistungen geht, also um den Austausch von Expertise, Fachleuten und Best Practice. – Und natürlich auch umso vernünftige Dinge wie das Engagement des Ausnahmehandballers Sander Sagosen beim TWH Kiel.