Unser Vorstand: Marius Steen

Deutsch Norwegisch (Buchsprache)

Die AHK Norwegen setzt sich für die Wirtschaftszusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und Norwegen ein. Über 800 Mitgliedsunternehmen bilden dieses bedeutende bilaterale Netzwerk, dem neben der Mitgliederversammlung ein 13-köpfiges Gremium von Entscheidungsträgern aus den Mitgliedsunternehmen vorsteht, ab.

Der Vorstand der AHK Norwegen schlägt unter anderem der Mitgliederversammlung die Richtlinien vor, die die Handelskammer zu dem erfolgreichen Sparringpartner für exportorientierte Unternehmen machen, der sie heute ist. In dieser Rubrik möchten wir Ihnen unseren Vorstandsmitglieder näher vorstellen.

Marius Steen gehört seit 1999 dem Vorstand an. Er ist heute als Investor, Berater und Vorstandsmitglied verschiedener Institutionen tätig. Ein Bereich, der dem ehemaligen CEO von Bertel O. Steen AS besonders am Herzen liegt, ist die Entwicklung neuer zukunftsweisender Technologien.

Sie haben viel Erfahrung mit der Start-up-Branche. Welches Projekt hat Sie besonders beeindruckt?

Ich möchte gerne zwei der Unternehmen hervorheben, an denen ich beteiligt bin, und die beide Bereiche repräsentieren, in denen Norwegen die Voraussetzungen für internationalen Erfolg hat: BrandMaster AS und Squarehead Technology AS. Das erste liefert eine SAAS-Lösung, die Prozesse im Zusammenhang mit dem Erstellen, Verändern und Verteilen von Werbung und Kommunikation effektiviert und automatisiert. Das Unternehmen zählt heute große internationale Unternehmen zu seinem Kundenkreis. Das zweite Unternehmen ist weltweit führend im Bereich der Audioanalyse und hat auf Basis fortschrittlicher Algorithmen eine zweidimensionale Audiokamera für die Anwendung in verschiedenen Branchen entwickelt, darunter in der Drohnenerkennung und Überwachung von Industriemaschinen und -prozessen.

Das Interessante ist, dass beide Prozesse effektiver gestalten und automatisieren. Darin können wir in Norwegen gut, weil wir hohe Löhne haben, in relativ kleinen Nischen operieren und oftmals sogenannte B2B-Unternehmen etablieren, die sich nicht an Konsumenten, sondern an andere Unternehmen richten. Dies gilt für viele norwegische Unternehmen mit internationalem Potential. Spannend ist auch, dass beide Unternehmen zunächst viele Jahre lang die Herausforderung hatten, den richtigen Zugang zum Markt zu finden und heute stark wachsen. Darüber hinaus hat Squarehead Technology AS eine Basistechnologie entwickelt, die für viele unterschiedliche Branchen relevant ist.

Was braucht es für erfolgreiche Projekte?

Neben einer guten Führung, die nie den Mut verliert, sind meiner Meinung nach Ausdauer und die Fähigkeit, sich gegen das zu entscheiden, in dem man nicht brillieren kann, von zentraler Bedeutung. Wer von Norwegen aus auf dem internationalen Markt erfolgreich sein will, muss ein begrenztes Gebiet finden, in dem man weltweit am besten sein kann.