Wille zur Veränderung

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«Die Energiewende ist eine Katastrophe», hieß es auf der Energiekonferenz im Vorjahr – eine Aussage, die für Diskussionen sorgte. Am 26. April möchten wir daran anknüpfen, wenn deutsche und norwegische Branchenvertreter zusammenkommen, um sich über den Status und zukünftigen Weg bei der grünen Wende auszutauschen.

Der diesjährige Konferenztitel Power to Change weist auf die Entschlossenheit hin, die Entscheidungsträger zeigen müssen, damit ein grünerer Energiesektor Realität werden kann. Die Elektrifizierung der Gesellschaft schreitet schnell voran und ist ein starker Motor für Veränderungen. Gleichzeitig hinken Infrastruktur und Teile der Wirtschaft hinterher. Sind klimafreundlichere Lösungen in der Automobilindustrie überhaupt gewünscht? Warum sind weiterhin so viele Kohlekraftwerke in Deutschland in Betrieb, und wie soll der erneuerbare Strom transportiert werden, wenn der Netzausbau von einer Not-in-my-backyard-Mentalität geprägt ist? Die Deutsch-Norwegische Energiekonferenz ist eine einzigartige Gelegenheit, deutsche Perspektiven, Herausforderungen sowie Lösungen bei der Umsetzung der grünen Wende zu erfahren.

Programmhighlights

Laut Professor Kurt Rohrig vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) wird die Ernergieversorgung in Deutschland bis 2050 vollständig erneuerbar sein. Die Lösung liegt in der Sektorkopplung und Digitalisierung, die größere Flexibilität und Effizienz bei der Energieversorgung ermöglicht.

Marcus Saul, Senior Sales Manager Nordic Region bei Younicos, präsentiert, wie das Energiespeicherprojekt Batwind dazu beiträgt, die Produktion von Windenergie bei der schwimmenden Windkraftanlage Hywind (Statoil) zu optimieren und effektivieren. Batwind ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie Digitalisierung die grüne Wende vorantreiben kann: Die Batterie nutzt eine intelligente Software, die Wetterdaten und Strompreise berücksichtigt, sodass diese weiß, wann Strom produziert und wann dieser ins Netz eingespeist werden muss.

Christoph Erdmenger (Die Grünen) vom Verkehrsministerium in Baden-Württemberg hält einen Vortrag zu grünen Verkehrswende. Erdmenger leitet die Abteilung für nachhaltige Mobilität – die erste ihrer Art in einem deutschen Verkehrsminsterium. Er teilt seine Erfahrungen mit der Umsetzung der Verkehrswende in Stuttgart, einer Stadt, die einen der höchsten Luftschmutzwerte in Europa aufweist.