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Die Klimaherausforderungen erfordern Umstrukturierungen in vielen Wirtschaftsbereichen. Als Norwegens größte Festlandsindustrie und mit einem großen Verbrauch fossiler Energie trägt die Bauindustrie in dieser Hinsicht eine große Verantwortung. Laut Koalitionsvereinbarung vom Januar 2019 hat sich die norwegische Regierung das Ziel gesetzt, alle Baustellen in Norwegen bis 2025 ohne fossile Energie zu betreiben. Emissionssenkungen in diesem Ausmaß erfordern die rasche Entwicklung neuer Technologien, was wiederum gute wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen voraussetzt. Im ersten Themenartikel der neuen Connect-Ausgabe 20 informieren wir über Norwegens Einsatz für fossilfreie und zukünftig vollständig emissionsfreie Baustellen.

In Norwegen wurden in der letzten Zeit mehrere Bauvorhaben fossilfrei realisiert, indem die Nutzung von Benzin, Diesel oder Gas für den Betrieb von Baumaschinen unterlassen wurde. Im Juni lieferte der Hersteller Nasta einen 38 Tonnen schweren kabelbetriebenen Bagger für den Bau eines neuen Pflegeheims in Gjøvik. Es ist wahrscheinlich der erste Elektrobagger dieser Größe, der auf einer Baustelle eingesetzt wird. Im Herbst 2019 startet das weltweit erste Pilotprojekt für eine vollständig emissionsfreie Baustelle in Oslo. Diese Erfahrungen werden für die zukünftige Planung und Durchführung ähnlicher Projekte sehr wertvoll sein. Mehr dazu erfahren Sie auf im zweiten Titelbeitrag.

Vor vier Jahren haben wir mit Michael Lommertz, damals Architekt bei Statsbygg, über Nachhaltigkeit in der norwegischen Baubranche gesprochen. Seitdem sei viel passiert – was er heute über dieses Thema denkt, lesen Sie im Interview.

Weitere Themen:

  • Standpunkt: Im Sommer präsentierte Norwegens Regierung ihre aktualisierte Deutschlandstrategie – Michael Kern über die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit
  • Gastkommentar: Um Treibhausgasemissionen auf Null zu reduzieren, ist CO2-Speicherung unumgänglich, kommentiert Olav Øye von der Umweltschutzorganisation Bellona
  • Mitgliederstory: Green Mountain ist Norwegens größter Akteur für Rechenzentren und hat in Rjukan kürzlich eine neue Anlage für die Volkswagen Group eröffnet
  • Recht: Es gibt viel zu tun in Norwegen. Großprojekte in allen Varianten bieten ausländischen Akteuren jede Menge Möglichkeiten. Doch was gilt es zu beachten? Zwei aktuell wichtige Themen: HMS-kort und Mindestlohn im Baugewerbe.

Lesen die Connect online, oder in den kommenden Wochen hier im Blog.