Dvalin – Erfolgreich unter Wasser Erdgas fördern

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Wintershall Dea hat sich weltweit als Experte in Sachen Unterwasserförderung von Gas und Öl positioniert. Mit dem Einsatz von auf dem Meeresgrund installierten Modulen ist es möglich, bestehende In-frastruktur – Plattformen und Pipelines, die bereits Gas und Öl auf dem norwegischen Schelf produzieren und transportieren – optimal zu nutzen. Diese Technologie kommt bei Wintershall Dea bereits erfolgreich bei den Feldern Vega und Maria in Norwegen zum Einsatz. Das eigenoperierte Dvalin-Projekt ist ein weiteres spannendes Unterwasserfeld, das mit Hilfe von technischer Exzellenz und intelligenter Ingenieurskunst entwickelt wurde.

Erfolg im zweiten Anlauf

Das Dvalin-Feld befindet sich etwa 260 Kilometer nördlich von Kristiansund im gas- und ölreichen Haltenbanken-Gebiet der Norwegischen See. Aufgrund wenig erfolgreicher Explorationsversuche anderer Unternehmen wurde das Dvalin-Feld in den 80er Jahren von der Branche als wenig vielversprechend bewertet. Im Laufe der Zeit wurden in derselben Region jedoch weitere Gas- und Ölfunde gemacht, und 2007 bekam ein Konsortium unter der Führung von DEA die Förderlizenz zugesprochen.

Technische Anbindung

Das Dvalin-Feld in der Norwegischen See produziert über vier Unterwasserbohrungen Erdgas und wird an die von Equinor betriebene Plattform Heidrun angeschlossen. Zunächst wird das geförderte Gas des Dvalin-Feldes über eine 15 Kilometer lange Pipeline zur Heidrun-Plattform transportiert. Von dort aus erfolgt die Weiterleitung über eine 7,5 Kilometer lange Pipeline zur Polarled-Pipeline, die das Gas zur Weiterverarbeitung zum Nyhamna-Gasterminal an Land transportiert. Als Trockengas wird das Gas dann über die Gassled-Pipeline in die Märkte verteilt.

Bedeutende Meilensteine erreicht – das Ziel rückt in greifbare Nähe

Im August 2019 wurde das 3 500 Tonnen schwere Modul, das sogenannte Herz von Dvalin, erfolgreich auf die Host-Plattform Heidrun gehoben und dort installiert. Die drei Stunden dauernde Montage zählt zu den schwersten Hubinstallationen auf einer bestehenden Plattform in der Geschichte des norwegischen Kontinentalschelfs.

Im Dezember 2019 folgte dann die Installation der 52 Tonnen schweren sogenannten E-Kreuze. Sie bestehen aus Ventilen, Armaturen und Ausrüstung zur Sicherung der Bohrung und sind ein wesentlicher Bestandteil beim Abteufen der Produktionsbohrungen. Unter rauen Wetterbedingungen bei starkem Wellengang wurden die E-Kreuze beinahe 400 Meter bis zum Meeresgrund herabgelassen und dort befestigt.

Trotz der besonderen Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie ist es uns gelungen, die letzte Bohrung im Dvalin-Feld im August 2020 fertigzustellen. Insgesamt wurden im Feld Strecken von rund
18 203 Metern gebohrt, um alle vier Bohrungen erfolgreich abzuschließen.

Der nächste und finale Schritt lautet nun: First Gas!