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German Trade & Invest – Wirtschaftsausblick Norwegen:

Die Wirtschaftsentwicklung in Norwegen erreichte 2018 ihre Talsohle. Laut ersten Schätzungen des norwegischen Statistikamtes SSB wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 1,4 Prozent um nahezu ein Drittel langsamer als im Vorjahr. Dies ist allerdings allein auf die negative Entwicklung der Öl- und Gasbranche zurückzuführen. Das Festland-BIP wuchs 2018 um 2,2 Prozent. Laut Prognosen soll 2019 auch die Gesamtwirtschaft in etwa dieses Niveau erreichen und sich das Wachstum 2020 auf bis zu 3 Prozent beschleunigen.

Langfristig will die norwegische Regierung die Wirtschaft breiter aufstellen. Gesetzesänderungen sollen der Fischerei mehr Entwicklungsspielraum verschaffen. Ein ambitioniertes Infrastrukturprogramm wird für effizientere Handelsströme im Inland sorgen. Der Wasserkraft-Sektor soll dank neuer Netzverbindungen zum natürlichen Speicher für Ökostrom aus dem Nord- und Ostseeraum avancieren.

Die bereits gänzlich fossilfreie Stromerzeugung soll dem Königreich zudem zur Vorreiterrolle bei umweltfreundlichen Transportlösungen verhelfen. Beim Einsatz von Elektroautos gehört das Land bereits zur Weltspitze. Im März 2019 erreichte der Anteil der Elektroautos an allen Pkw-Verkäufen 56 Prozent. Auch die Entwicklung batterie- und wasserstoffbetriebener Schiffe und Flugzeuge wird gefördert. Ab 2026 werden nur noch Schiffe mit Elektroantrieb in die norwegischen Fjorde einfahren, 15 Jahre später auf Kurzstrecken ausschließlich emissionsfreie Flugzeuge abheben dürfen.

Für einen Innovationsschub sorgt auch das Programm „Norsk katapult„, welches die Entwicklung innovativer Produkte durch eine verbesserte Infrastruktur in sogenannten Katapult Zentren stimulieren soll. Zu den geförderten Industriebereichen zählen unter anderem neue Werkstoffe, Produktionsprozesse, Maritime Wirtschaft sowie erneuerbare Energien. Für das Programm werden 2019 etwa 13 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Themen im Wirtschaftsausblick-Norwegen:

  • Investitionen: Öl- und Gassektor geht voran
  • Konsum: Steigende Löhne stimulieren den privaten Verbrauch
  • Außenhandel: Brexit gefährdet 20 Prozent der Exporteinnahmen

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