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Kürzlich publizierte Norwegens Wirtschaftsverband NHO den Wirtschaftsbericht für 2018 mit dem Titel «die Welt und wir», der die Entwicklung Norwegens bis 2050 behandelt. Demnach schaffen Klimawandel, Handelskrise und  geringere Öleinnahmen Herausforderungen – erhöhte internationale Zusammenarbeit, grüne Wertschöpfung und die Digitalisierung werden als Teil der Lösung angesehen.

Besorgniserregende Tendenzen

Laut Arvid Moss, Präsident der NHO, sind schon jetzt Tendenzen zu erkennen, die zukünftig nicht nachhaltig sind. Die Öleinnahmen werden einen immer kleineren Teil der Gesamteinnahmen ausmachen. Aus diesem Grund wird es eine größere Kluft zwischen Ausgaben und Einnahmen geben. Auch Pensionsgelder werden in der Zukunft eine größere Ausgabe darstellen.

Um nachhaltige Lösungen für die Klimaherausforderungen zu finden muss Norwegen mit anderen Ländern zusammenarbeiten. Globalisierung und Automatisierung generieren zwar eine höhere Wertschöpfung, werden aber auf längere Sicht zu Umstellungen und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen, was wiederum die ökonomische Ungleichheit der heutigen Gesellschaft erhöhen kann.

Aktuell sehen wir am Handelskonflikt zwischen der EU, den USA und China, dass sich die Globalisierung in die falsche Richtung bewegt. Eine kleine und offene Volkswirtschaft wie die Norwegische ist vollständig vom Handel abhängig. Weniger Handel kann weniger Arbeitsplätze, ein geringeres Wachstum und geringere Einnahmen bedeuten.

Die Lösungen der Zukunft

Im Vorwort zum Wirtschaftsbericht schreibt Moss, dass Norwegen sich bis 2050 verschiedene Ziele setzen muss, um die gute Entwicklung fortzuführen und den Wohlstand im Land auf höchstem Niveau zu halten. Demnach braucht Norwegen eine Wirtschaft, die die Jobs schafft um die Wohlstandsgesellschaft zu finanzieren. Es wird angenommen, dass das Land innerhalb der nächsten vierzig Jahre eine Million neue Arbeitsplätze benötigt.

Tiefe Emissionen und grüne, konkurrenzfähige Wertschöpfung sind wichtig. Das Arbeitsleben braucht kompetente Arbeiter und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure muss gut funktionieren. Gleichzeitig sei es für die Wohlstandsgesellschaft der Zukunft wichtig, dass die Unterschiede und die Ausgrenzung klein und das Vertrauen groß sind, und dass allen dieselben Möglichkeiten offen stehen.

Moss betont auch, dass Norwegen bei der Digitalisierung offensiv sein muss, selbst wenn diese eine Herausforderung für derzeitige Arbeitsweisen darstellt. Die Digitalisierung soll als Chance genutzt werden, um mehr aus den Ressourcen zu generieren und um das Arbeitsleben in Norwegen noch besser zu gestalten.

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