2021 war ein ereignisreiches Jahr

Deutsch Norwegisch (Buchsprache)

Michael Kern, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Norwegen

Das Jahr 2021 war für uns und unser Netzwerk erneut sehr digital geprägt. Dennoch oder gerade deswegen konnten wir für die Unternehmen in beiden Ländern da sein.

In neun physischen und 57 digitalen Events haben wir Netzwerkplattformen geboten, Manager*innen der Wirtschaft und Vertreter*innen aus der Politik an einen Tisch gebracht und für Fachgruppen Zukunftsthemen auf die Agenda gesetzt. Für eine größere Reichweite haben wir die Aktivitäten auf unserem Blog verstärkt, aus den physischen Frokostmøte eine digitale Morgenkaffee-Serie gemacht und auch die diesjährige Herbstversammlung erneut digital durchgeführt.

In den Servicebereichen Fiskal & Personal standen neben marktbezogenen und rechtlichen Themen vor allem die Beratungen zu Auflagen und Restriktionen im Rahmen der Pandemie im Fokus.

Der Messebereich hat besonders unter den Auswirkungen und der Stille der Corona-Pandemie gelitten. Aber sobald es möglich war, waren wir mit Gemeinschaftsständen auf der anuga in Köln, der Bim World in München und der MEDICA in Düsseldorf Präsenz gezeigt.

Im Bereich Market Entry & Business Development standen Digital- und Energiethemen im Fokus. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie organisierte die AHK Norwegen vier Projekte zu den Themen Industrie 4.0, Smarte und energieeffiziente Gebäude, Construction 4.0 und emissionsfreue Baustellen sowie Zivile Sicherheit. Zusätzlich haben sich die bilateralen Arbeitsgruppen, allen voran die Arbeitsgruppen zu den Themen Wasserstoff und Meerestechnologie weiterentwickelt und es wurden neue Peer Groups zu diversen Themen für unsere Mitglieder gestartet.

Mit dem German-Norwegian Energy Dialogue, einer 5-teiligen Webinar-Reihen konnten wir in der ersten Jahreshälfte bereits ein Highlight setzen.

Um Energie ging es auch beim Highlight in der zweiten Jahreshälfte: Es war uns eine Ehre, im November den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Oslo zur Diskussionsrunde „Von fossilen zu erneuerbaren Energien“ und seine Ehefrau Elke Büdenbender für ein zweites Roundtable-Gespräch mit norwegischen Frauen in Führungspositionen begrüßen zu dürfen.

Das Jahr war zunächst geprägt vom European Green Deal bzw. dem europäische Klimaschutzgesetz und den Bestrebungen der Energiewende. Im Herbst wurden in Norwegen und Deutschland neue Regierungen gewählt. Was bedeuten diese Neuordnungen für die wirtschaftliche Zusammenarbeit unserer beiden Länder? Wir sind sicher, dass die gute und enge bilaterale Zusammenarbeit fortgesetzt werden wird. Der Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung in Deutschland weist deutlich stärkere Züge hin zum grünen Wandel auf und wir sehen hier viel Potential für die deutsch-norwegischen Wirtschaftsbeziehungen und partnerschaftliche Kooperationen für Unternehmen. Mit Spannung erwarten wir, wie diese Themen des Koalitionsvertrages durch die neue Bundesregierung und durch die neue norwegische Regierung in Zukunft umgesetzt werden. Im bilateralen Kontext wird die Kammer verfolgen, zu welchen Rahmenbedingungen für Unternehmen diese Umsetzung erfolgt.

Wir alle hoffen darauf, dass sich die Corona-Situation langfristig entschärft, damit sich die Wirtschaft von den Auswirkungen der Pandemie weiter erholen kann und wir gestärkt und partnerschaftlich die Ziele des europäischen Klimaschutzgesetzes verfolgen können.