de no

Pressemeldung. Der Volkswagen-Konzern und Green Mountain geben heute bekannt, dass Volkswagen zwei neue „High-Performance Computing“-Rechenzentren bei Green Mountain im norwegischen Rjukan bezogen hat. Der norwegische Wirtschaftsminister Torbjørn Røe Isaksen sieht das rasante Wachstum norwegischer Rechenzent.

„Wir unterstützen die Digitalisierung in allen Bereichen des Volkswagen-Konzerns. Mit neuen Technologien und digitalen Formen der Zusammenarbeit wächst der Bedarf an Rechenleistung im Unternehmen. Wir bauen unsere Kapazitäten deshalb stetig aus“, sagt Mario Müller, Leiter IT-Integration und Services im Volkswagen Konzern in einer Pressemitteilung. „Uns sind betriebswirtschaftliche Aspekte als auch Nachhaltigkeit wichtig. Das neue Rechenzentrum in Norwegen überzeugt in beiden Punkten. Der Betrieb ist kostengünstig und vollständig klimaneutral.“

Der Vertrag zwischen Volkswagen und Green Mountain ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Norwegen qualifiziert sich durch die gute Verfügbarkeit von günstiger, umweltfreundlicher Energie, gute Rahmenbedingungen sowie die Kompetenz des Vertragspartners Green Mountain, in kurzer Zeit hochwertige Rechenzentren zu errichten.

 „Dies beweist, dass die Rechenzentrumsstrategie der Regierung funktioniert und internationale Kunden nach Norwegen lockt. Und wir sind sehr stolz auf das Vertrauen, das der Volkswagen Konzern uns entgegenbringt“, äußert sich Tor Kristian Gyland, Vorstandsvorsitzender von Green Mountain, zur Vertragsschließung.

Green Mountain hat sich auf die Bereitstellung von Rechenzentrumskapazitäten für internationale Großnternehmen spezialisiert. 2018 informierte die AHK Norwegen über eine bedeutende Investition in die Erweiterung des Rjukan-Werks etwa 180 km westlich von Oslo, um die Bedürfnisse eines bestimmten Kunden zu erfüllen. Wie nun bekannt wurde, handelte es sich um den Volkswagen-Konzern.

Eine der wesentlichen Anforderungen von Volkswagen war es, ein Zentrum zu schaffen, das sowohl nachhaltig als auch kostengünstig ist. Die Rechenzentren von Green Mountain werden mit erneuerbarer Wasserkraft zu den niedrigsten Energiepreisen Europas betrieben. Norwegens kaltes und feuchtes Klima in Kombination mit Hightech-Kühllösungen macht es auch äußerst energieeffizient.

Die Datahallen mit einer Leistung von 2,75 MW wurden am 1. April nach einer sechsmonatigen Bauphase mit vorgefertigten Rechenzentrumsmodulen und dem großen Einsatz mehrerer lokaler Bauunternehmen fertiggestellt.

Die Rechenleistung des neuen Standorts wird zukünftig von den Marken Volkswagen Pkw und Audi für die digitalisierte Fahrzeugentwicklung genutzt. Dazu gehören Simulationen von Crashtests und Erprobungen im virtuellen Windkanal. Solche Berechnungen sind nicht zeitkritisch, aber sehr komplex und energieintensiv. Die Auslagerung auf externe Rechenzentren entlastet die IT-Infrastruktur inländischer Standorte erheblich.

„Wenn sich ein ingenieurlastiges Unternehmen wie Volkswagen in Norwegen niederlässt, ist dies eine große Anerkennung für Green Mountain als zuverlässlichen Betreiber von Rechenzentren. Green Mountain trägt dazu bei, Norwegen auf die internationale Karte für Rechenzentren zu setzen und als Gastgeberland für Hochleistungssysteme sichtbar zu machen“, meint Fredrik Syversen, Director of Business Development bei der norwegischen Interessenorganisation für Informations- und Kommunikationstechnologie ICT Norway.

Dieser Vertrag fördert nicht nur Norwegen als aufstrebenden Standort für Rechenzentren, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Für jedes Megawatt in einem Rechenzentrum entstehen schätzungsweise 20 neue Arbeitsplätze. Auch Wirtschaftsminister Torbjørn Røe Isaksen zeigt sich begeistert:

„Daten sind zu einer Schlüsselressource für die Entwicklung von Unternehmen und Gesellschaft geworden, und der Bedarf an Rechenzentren wird weiter zunehmen. Norwegen braucht neue Industriezweige, die Arbeitsplätze schaffen und für Wirtschaftswachstum sorgen. Es ist daher sehr erfreulich, dass sich Volkswagen bei Green Mountain in Rjukan ein Rechenzentrum etabliert.“

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Volkswagen-Konzerns.

Übersetzung: Julia Pape