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Wälder binden einen großen Teil der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen und sind somit enorm wichtig für das Klima auf der Erde. Warum ist es dann eine gute Sache, Wälder zu roden und Holz im großen Maßstab für den Bau zu verwenden?

Wälder sind gigantische Klimafabriken und für unseren Planeten enorm wichtig. Entsprechend wichtig ist es, sie zu schützen und gegen Rodungen vorzugehen. Es besteht jedoch ein Unterschied zwischen dem Abholzen des Regenwaldes oder von Urwäldern, die nicht durch neuen Wald ersetzt werden, und bewirtschafteten Wäldern, beispielsweise in Skandinavien oder Deutschland. So werden für jeden in Skandinavien gefällten Baum zwei neue gepflanzt.

Bäume verbrauchen während ihres Wachstums das meiste CO2. Wenn ein Baum ausgewachsen ist, nimmt er weniger CO2 auf als in seiner Wachstumsphase. Fault der Baum oder stirbt er, wird sogar Kohlendioxid freigesetzt. Werden Bäume in bewirtschafteten Wäldern gefällt und beispielsweise als Baumaterial verwendet, bleibt das CO2 im Holz gespeichert. Auf diese Weise bindet ein durchschnittliches skandinavisches Holzhaus etwa 16 Tonnen CO2 im Holz.

Auch die Forstwirtschaft braucht alternative Antriebe

Obwohl die Rohstoffe aus der Forstwirtschaft klimafreundlich sind, verursacht die Bewirtschaftung der Wälder Treibhausgasemissionen. Diese stammen unter anderem aus dem Kraftstoffverbrauch der Forstmaschinen und Holztransporter, die das Holz vom Wald zu Industrieanlagen transportieren. Daher ist es auch für die Klimabilanz des Rohstoffes Holz von Bedeutung, große Maschinen mit emissionsfreien Antrieben auszustatten.

Um den Klimaherausforderungen zu begegnen, müssen wir mehr Kohlenstoff binden als wir freisetzen. Ein Schritt, diesem Ziel näher zu kommen, ist es, vor allem in Regionen mit vielen Wäldern aktive Forstwirtschaft zu betreiben und mehr Holz im Bau zu verwenden. Denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der im Gegensatz zu nicht erneuerbaren Baumaterialien in seiner Erzeugung nur wenig Energie erfordert.